Wer eine Spedition beauftragt, sollte vorab fünf Dinge klären: vollständige Sendungsdaten, Lade- und Entladebedingungen, Termine, die Dokumente und die Versicherung der Ware. Denn die gesetzliche Haftung von Frachtführern ist begrenzt – nach HGB und CMR auf 8,33 Sonderziehungsrechte, also grob rund 10 € pro Kilogramm. Diese Checkliste hilft Ihnen, Transporte sicher und ohne Nachforderungen zu planen.
Das Wichtigste in Kürze
- Maße, Gewicht, Stapelbarkeit und Warenart vollständig angeben
- Zeitfenster, Rampe oder Hebebühne und Öffnungszeiten vorab klären
- Für die beförderungssichere Verladung ist der Absender verantwortlich (§ 412 HGB)
- Die gesetzliche Haftung ist begrenzt – für wertvolle Güter eine Warenversicherung abschließen
- International ist ein CMR-Frachtbrief Standard, außerhalb der EU kommen Zolldokumente hinzu
Welche Angaben braucht die Spedition?
Sendungsdaten
- Anzahl und Art der Packstücke (z. B. Europaletten, Gitterboxen, Kisten)
- Maße und Gewicht je Packstück sowie Gesamtgewicht
- Stapelbar ja oder nein
- Warenart und Warenwert
- Gefahrgut nach ADR mit UN-Nummer, falls zutreffend
- Besondere Anforderungen: Temperatur, Feuchtigkeit, Stoßempfindlichkeit
Lade- und Entladestelle
- Vollständige Adressen und Ansprechpartner vor Ort
- Rampe vorhanden oder Hebebühne nötig?
- Zeitfenster, Öffnungszeiten, Slotbuchung oder Avisierung
- Zufahrtsbeschränkungen, etwa für Sattelzüge in Innenstädten
- Palettentausch vereinbart oder nicht
Wer ist für die Ladungssicherung verantwortlich?
Die Verantwortung ist geteilt. Nach § 412 HGB muss der Absender das Gut beförderungssicher laden, stauen und befestigen – es sei denn, etwas anderes ist vereinbart. Der Frachtführer ist für die betriebssichere Verladung zuständig, also dafür, dass das Fahrzeug durch die Ladung nicht unsicher wird. Zusätzlich verpflichten die Straßenverkehrs-Ordnung und die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung Fahrer und Halter zur sicheren Ladung. In der Praxis heißt das: Klären Sie vorab schriftlich, wer lädt und sichert, und stellen Sie geeignete Ladungsträger bereit.
| Aufgabe | Absender / Verlader | Frachtführer / Fahrer |
|---|---|---|
| Verpackung der Ware | Ja | – |
| Beförderungssicher laden und sichern | Ja (§ 412 HGB) | Prüft auf Betriebssicherheit |
| Betriebssichere Verladung | – | Ja |
| Frachtbrief und Begleitpapiere | Angaben liefern | Mitführen, Übergabe quittieren |
| Sichtbare Schäden bei Ablieferung | Empfänger vermerkt sie auf dem Frachtbrief | Fahrer bestätigt den Vermerk |
Wie haftet eine Spedition für Schäden?
Bei nationalen Transporten haftet der Frachtführer nach § 431 HGB, bei grenzüberschreitenden Straßentransporten nach Artikel 23 der CMR – jeweils grundsätzlich bis zu 8,33 Sonderziehungsrechte (SZR) je Kilogramm Rohgewicht. Das entspricht grob rund 10 € pro Kilogramm. Ein Rechenbeispiel: Für eine 500 kg schwere Palette mit Elektronik im Wert von 50.000 € haftet der Frachtführer im Schadensfall nur mit rund 5.000 €. Für hochwertige Güter lohnt sich deshalb eine separate Warentransportversicherung.
Welche Papiere brauche ich für einen Transport?
- Lieferschein: Grundlage für die Warenübergabe beim Empfänger.
- Frachtbrief: national üblich, bei grenzüberschreitenden Straßentransporten als CMR-Frachtbrief Standard.
- Zolldokumente: für Nicht-EU-Länder wie die Schweiz oder Großbritannien, etwa die Ausfuhranmeldung.
- Gefahrgutpapiere: Beförderungspapier nach ADR bei gefährlichen Gütern.
- Incoterms: legen fest, wer Kosten und Risiko trägt – etwa DAP oder FCA.
Wie setzen sich die Transportkosten zusammen?
- Entfernung und Route, inklusive Maut – seit Dezember 2023 mit CO₂-Aufschlag, seit Juli 2024 schon ab 3,5 Tonnen.
- Lademeter oder Gewicht, je nachdem, welcher Wert höher ist.
- Fahrzeugtyp: Plane, Koffer, Kühlfahrzeug oder Hebebühne.
- Standzeiten: Wartezeit über die vereinbarte Frist hinaus wird als Standgeld berechnet.
- Zuschläge für Express, Avisierung, Wochenende oder Gefahrgut.
Woran erkennen Sie eine zuverlässige Spedition?
- Erlaubnis nach dem Güterkraftverkehrsgesetz bzw. EU-Lizenz für den gewerblichen Güterverkehr
- Nachweis einer Verkehrshaftungsversicherung
- Transparentes Angebot mit allen Zuschlägen
- Fester Ansprechpartner und erreichbare Disposition
- Proaktive Information bei Verzögerungen
FA Transport übernimmt Teil- und Komplettladungen sowie Express-Direktfahrten ab Düsseldorf – mit Angebot innerhalb von 24 Stunden, festem Ansprechpartner und Disposition rund um die Uhr.
Häufige Fragen
Was muss ich einer Spedition für ein Angebot mitteilen?
Anzahl, Art, Maße und Gewicht der Packstücke, Stapelbarkeit, Warenart und -wert, Lade- und Entladeadresse, Zeitfenster sowie Besonderheiten wie Hebebühne, Temperaturführung oder Gefahrgut.
Wer haftet bei Transportschäden?
Der Frachtführer – allerdings begrenzt auf 8,33 Sonderziehungsrechte je Kilogramm, bei nationalen Transporten nach § 431 HGB, international nach Artikel 23 CMR. Das sind grob rund 10 € pro Kilogramm. Höhere Warenwerte sichern Sie über eine Transportversicherung ab.
Was ist ein CMR-Frachtbrief?
Der CMR-Frachtbrief ist das Standarddokument für grenzüberschreitende Straßentransporte. Er dokumentiert Absender, Empfänger, Ware und Übernahme und ist Grundlage für die Haftung nach dem CMR-Übereinkommen.
Wer ist für die Ladungssicherung verantwortlich?
Der Absender ist nach § 412 HGB für die beförderungssichere Verladung verantwortlich, der Frachtführer für die betriebssichere. Fahrer und Halter haften zusätzlich nach Straßenverkehrsrecht. Wer lädt und sichert, sollte vorab schriftlich vereinbart werden.
Was kostet ein Lkw-Transport?
Das hängt von Entfernung, Lademetern oder Gewicht, Maut, Fahrzeugtyp und Zuschlägen ab. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie mit vollständigen Sendungsdaten – bei FA Transport in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Transport in Düsseldorf & Umgebung?
Kostenlose Beratung und ein verbindlicher Festpreis – in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Zur Leistung: Transport



